Theresa Merk: „Es fehlt ein klarer Plan“

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Theresa Merk: „Es fehlt ein klarer Plan“

Theresa Merk spricht über die Nachwuchsförderung im Frauenfußball, die Abschaffung der U17-Bundesliga und ihre neue Rolle beim 1. FC Köln.

Theresa Merk kennt den deutschen Frauenfußball aus verschiedenen Perspektiven. Als Trainerin führte sie den SC Freiburg durch die Bundesliga, seit 2024 verantwortet sie als Leiterin der Akademie weiblich beim 1. FC Köln die Nachwuchsarbeit. Im Interview mit dem FFussball Magazin spricht sie offen über den Zustand der Talentförderung in Deutschland.

Ihr Befund ist deutlich: In der Nachwuchsarbeit seien viele Strukturen und Wettbewerbe noch auf dem Stand von vor vielen Jahren. Besonders kritisch sieht Merk die Abschaffung der weiblichen U17-Bundesliga. Es habe kein Alternativkonzept gegeben, die Vereine seien damit alleingelassen worden. Für die absolute Spitze habe es individuelle Lösungen gebraucht – doch für die breite Masse fehle nun ein wichtiger Wettbewerb.

Als Vorbild nennt Merk das spanische Modell, bei dem Klubs im Kinderfußball eng mit Partnervereinen zusammenarbeiten und dort eigene Trainer einsetzen. So würden Spielerinnen früh mit der Vereinsphilosophie vertraut gemacht. Ein Beispiel sei Athletic Bilbao, wo dieses Konzept seit Jahren erfolgreich praktiziert werde. Auch in den Niederlanden funktioniere die Nachwuchsförderung im Frauenfußball vorbildlich: Dort spielten 16- bis 18-Jährige bereits in der ersten Liga und wechselten anschließend für gute Ablösesummen ins Ausland.

Die 100-Millionen-Investition des DFB in die Frauen-Bundesliga begrüßt Merk, fordert aber zusätzliche Fördermittel speziell für den Nachwuchs. Beim 1. FC Köln arbeitet sie daran, den Weg von der Akademie ins Profiteam zu verkürzen. Spielerinnen wie Carlotta Imping und Laura Vogt zeigen bereits, dass dieser Ansatz Früchte tragen kann.

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des FFussball Magazins (01/2026).

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