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Kommt die gemeinsame EM für Frauen und Männer?

Foto: Joanne Davidson for The FA

Kommt die gemeinsame EM für Frauen und Männer?

Die Verschiebung der Fußball-EM der Männer wirkt sich auch auf das Turnier der Frauen aus. Wohin die eigentlich für 2021 geplante Endrunde verlegt wird, ist noch offen.

Die Verschiebung der Europameisterschaft der Männer auf den kommenden Sommer hat auch Auswirkungen auf die EM der Frauen. Diese sollte vom 7. Juli bis 1. August 2021 in England ausgetragen werden. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union entschied, dass „Wettbewerbe, die im Juni 2021 stattfinden sollten, neu terminiert werden. Dies betrifft das Final Four der Nations League, sowie die Europameisterschaften der Frauen und der U21. Genaue Termine sind noch offen“, hieß es in einer Mitteilung des DFB.

Dass die beiden EM-Qualifikationsspiele der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen Irland am 11. April in Münster und am 14. April in Montenegro abgesagt wurden, ist länger bekannt. Wie es mit der EURO 2021 nun weitergehen soll, bleibt offen.

„Die Entscheidung ist alternativlos und die einzig richtige angesichts der aktuellen Situation“, kommentierte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg die Absagen der EM-Quali-Partien durch die Uefa. „Oberste Priorität hat in diesen schwierigen Zeiten der Schutz der Gesellschaft und die Gesundheit jedes Einzelnen. Wir alle müssen nun zusammenstehen, Solidarität zeigen und gleichzeitig besonnen handeln.“

Bietet die Corona-Krise nun die Chance für eine gemeinsame Frauen-EM? „Endlich gäbe es eine Möglichkeit, die Fußballerinnen mit den Männern auf eine Stufe zu stellen. Doch das begreift der europäische Verband nicht“, kommentiert David Joram vom Tagesspiegel. „Im Sog der breiten Fußballbegeisterung hätten die Kickerinnen durchaus viel Aufmerksamkeit generieren können. Die Modelle dafür? Simpel! Ein Tag Männerfußball, ein Tag Frauenfußball. Oder – warum nicht? – gemeinsame TV-Spieltage: 15 Uhr Männer, 18 Uhr Frauen, 21 Uhr Männer. Und am nächsten Tag umgekehrt“, so Joram weiter. Die Entscheidung der UEFA wird frühestens im Sommer erwartet.

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