Almuth Schult verkündet Karriereende
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Almuth Schult verkündet Karriereende

Almuth Schult hat am Montagmittag das Ende ihrer Karriere als aktive Torhüterin bekanntgegeben. Damit endet nicht nur ihre außergewöhnliche Laufbahn in der Frauen-Nationalmannschaft, sondern auch auf Vereinsebene.

Almuth Schult hat heute das Ende ihrer Karriere als aktive Torhüterin bekanntgegeben. Damit endet nicht nur ihre Laufbahn in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, sondern auch auf Vereinsebene. Zuletzt stand Schult beim NWSL-Klub Kansas City Current unter Vertrag. Die 34-Jährige absolvierte insgesamt 66 Länderspiele im deutschen Tor.

„Für mich war immer klar, dass ich für die Nationalmannschaft zur Verfügung stehen würde, solange meine Leistungssport-Karriere andauert. Es hat mich immer mit Stolz erfüllt, mein Land zu vertreten und die Hymne zu hören. Auch wenn es vermutlich mehr Spiele auf der Bank als auf dem Platz waren“, erklärt Schult. Fußball sei ein Teamsport, und das mache so vieles aus. „Ich bin dankbar für die Menschen, die ich kennenlernen durfte, über Begegnungen und Freundschaften. Ich wertschätze, dass ich in außergewöhnlichen Vereinen spielen durfte, und natürlich ist es nach der langen Zeit beim VfL Wolfsburg eine Ehre, sich dort im Stadion verabschieden zu dürfen. Eine Karriere ist gezeichnet durch Höhen und Tiefen, und ich bin froh über jede einzelne von ihnen. Sie haben mich geprägt und lernen lassen. Danke an alle, die mich auf dem Weg begleitet haben.“

Schults Laufbahn in den Nationalmannschaften begann bereits in den U-Teams des DFB. Ihren ersten Einsatz im deutschen Tor bestritt die gebürtige Dannenbergerin 2006 beim 7:1 der U 15-Nationalmannschaft gegen Wales. Es folgten zahlreiche weitere Einsätze, unter anderem bei der U 17-Weltmeisterschaft 2008 in Neuseeland, bei der sich das DFB-Team den dritten Platz sicherte, sowie bei der U 19-EM 2010 in Mazedonien, wo das Halbfinale erreicht wurde. Ihr größter Erfolg mit den U-Nationalmannschaften war der Titel bei der U 20-WM 2010 im eigenen Land. Mit einem 2:0 im Endspiel gegen Nigeria begeisterten Schult und ihre Mitspielerinnen vor heimischer Kulisse im ausverkauften Bielefelder Stadion.

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Ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft folgte 2012 beim 5:0 im EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei. Neben der WM 2011 in Deutschland und WM 2015 in Kanada wurde sie auch in das Aufgebot für die EM 2013 in Schweden berufen, bei der das deutsche Team den Titel holte.

Im September 2015 bestimmte Bundestrainerin Silvia Neid die damals 24 Jahre alte Almuth Schult zur Nachfolgerin von Stammtorhüterin Nadine Angerer. Bereits ein Jahr später gewann Schult als neue Nummer eins mit ihren Mitspielerinnen die Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro. Bei der anschließenden EM 2017 in den Niederlanden kämpfte sich das deutsche Team bis ins Viertelfinale, in dem es mit 1:2 knapp den Däninnen unterlag. Zwei Jahre später, bei der WM 2019 in Frankreich, endete das Turnier für die DFB-Auswahl ebenfalls im Viertelfinale mit einem 1:2 gegen Schweden.

Für die EM 2022 in England wurde Schult ebenfalls nominiert, blieb jedoch ohne Einsatz. Die DFB-Auswahl wurde Vizeeuropameister. Ihren letzten Einsatz im deutschen Tor absolvierte sie im November 2022 gegen die USA. Almuth Schult schrieb damit als erste Torhüterin, die nach ihrer Schwangerschaft wieder in die DFB-Auswahl zurückgekehrt war, Geschichte. Almuth Schult erwartet nun ihr viertes Kind – im Oktober soll es soweit sein.

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