Frauen-Bundesliga

Warum nicht Frauenfußball, Herr Klose?

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Warum nicht Frauenfußball, Herr Klose?

Der Ex-Toptorjäger Miro Klose wird seinen Fußball-Lehrer machen. Neben guten Chancen als Co-Trainer von Bayern München sehen wir noch weitere Potentiale.

DFB-Rekordtorschütze Miroslav Klose kehrt auf die Schulbank zurück und treibt seine Trainerkarriere weiter voran. Der ehemalige Nationalspieler nimmt am nächsten DFB-Lehrgang für den Fußball-Lehrer teil. Der 67. Kurs soll abhängig von den Auswirkungen der Corona-Pandemie im Juni 2020 starten. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich in meinem Leben immer die bestmögliche Ausbildung erreichen möchte“, sagte Klose. „Deswegen freue ich mich schon sehr auf den Fußball-Lehrer-Lehrgang und darauf, den nächsten wichtigen Schritt in meiner Trainerausbildung machen zu können.“

Miroslav Klose und Danny Schwarz, beide Nachwuchs-Trainer des FC Bayern, haben erfolgreich die Aufnahmeprüfung zum DFB-Fußballlehrer-Lehrgang absolviert.

Seit Sommer 2018 trainiert Miroslav Klose die U17 des FC Bayern. Foto: FC Bayern

Nach der elfmonatigen Ausbildung dürfen die Absolventen des Lehrgangs anschließend in den höchsten Spielklassen aller UEFA-Mitgliedstaaten tätig sein. „Wir alle am Campus freuen uns sehr mit Miro und Danny. Wir werden sie tatkräftig unterstützen und wünschen ihnen viel Erfolg für den Lehrgang“, so Campus-Leiter Jochen Sauer.

Klose bald Co-Trainer der Bayern?

Nun erwägt der FC Bayern laut einem Medienbericht die Beförderung von Miroslav Klose zum Assistenten von Chefcoach Hansi Flick bei den Profis. Der ehemalige Nationalspieler trainiert aktuell die U17 des deutschen Fußball-Rekordmeisters, sein Vertrag bei dem Nachwuchsteam läuft aber im Sommer aus.

Wer vielleicht mal Fußball-Lehrer werden möchte, hat einige Stufen im Ausbildungssystem zu bewältigen. Foto: DFB

Es gilt bislang als bewährtes Prozedere, dass junge Trainertalente zunächst bei Profivereinen hospitieren, dann Positionen in den Jugendabteilungen einnehmen und schließlich in die Erste Männermannschaft aufrücken. Dabei sei die Frage erlaubt: Warum versuchen sich die künftigen A-Lizenz-Inhaber wie Klose, Scholl, Helmes und Co. nicht mal in der Frauen-Bundesliga, bevor sie im ganz großen Geschäft einsteigen?

Es wäre sicherlich interessant zu sehen, wie prominente Trainernamen in der Frauen-Bundesliga ihr taktisches Profil schärfen und mit unterschiedlichen Offensiv- wie Defensivansätzen den Frauenteams ihre persönliche Handschrift verleihen.

Trainer mit B-Lizenz dürfen bereits Mannschaften der 2. Frauen-Bundesliga und der B-Juniorinnen-Bundesliga in verantwortlicher Position betreuen sowie in den Stützpunkten der Verbände und den Nachwuchsleistungszentren der Vereine arbeiten.

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