Gesundheit

Nagelpilz-Behandlung bei Fußballerinnen

Nagelpilz-Behandlung bei Fußballerinnen

Nagelpilz ist vor allem bei Sportlern weit verbreitet. Fußballspielerinnen sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt sich mit dieser lästigen Krankheit zu infizieren.

Nagelpilz ist vor allem bei Sportlern weit verbreitet. Fußballspielerinnen sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt sich mit dieser lästigen Krankheit zu infizieren. Aber an was liegt das überhaupt? Im Folgenden wird erklärt, wie der Pilz entsteht, wie man feststellen kann, ob man sich angesteckt hat und wie eine effektive Behandlung aussieht. Am Ende des Artikels werden zudem noch Tipps zur Prävention gegeben.

Wie entsteht Nagelpilz?

Nagelpilz (Nagelmykose) ist eine weit verbreitete Erkrankung der Finger- und Fußnägel. In diesem Artikel geht es aber hauptsächlich um die Fußnägel, da diese bei Fußballspielerinnen betroffen und auch weitaus häufiger infiziert sind. Auslöser der Erkrankung ist eine Pilzinfektion und zwar meistens verursacht durch Fadenpilze. Die Pilze greifen das Nagelgewebe an und nisten sich dort als Parasiten ein. Sie ernähren sich vom Keratin der Nägel und können dort zu einer Zerstörung des Nagels führen.

Nagelmykose ist eine sehr ansteckende Krankheit. Die Übertragung des Pilzes kann über zwei Arten erfolgen. Erstens über eine direkte Kontaktinfektion: Die Ansteckung passiert durch einen Kontakt mit einer Person, die unter Nagelpilz leidet. Bei diesem direkten Kontakt wird der Pilz quasi von einem Menschen unmittelbar auf den anderen übertragen. Bei der zweiten Art der Übertragung spricht man von einer Schmierinfektion. In diesem Fall steckt man sich indirekt an, indem man mit dem Erreger in Kontakt kommt. Die Pilze haften an abgestorbenen Hautzellen. Jeder Mensch verliert tausende dieser Zellen jeden Tag. Kommt ein gesunder Mensch mit diesen in Berührung kann das Immunsystem die Infektion in vielen Fällen noch abwenden. Allerdings gibt es einige Faktoren, die eine Ansteckung begünstigen.

Wenn die Haut im Bereich der Nägel verletzt ist, tut sich der Erreger sehr leicht in den Körper einzudringen und sich festzusetzen. Bei Fußballspielerinnen kommt es häufig zu kleinen Mikroverletzungen am Fuß. Durch die engen Fußballschuhe entstehen druckbedingt oftmals Blasen oder auch andere kleine Wunden. Dadurch ist das Gewebe deutlich anfälliger an einer Pilzinfektion zu erkranken. In der Umkleidekabine und Dusche sind oftmals mehrere Leute barfuß unterwegs. Leidet eine Spielerin unter Nagelpilz verteilt sie in diesem Bereich den Erreger. Sobald eine Person mit leicht verletztem Hautgewebe mit diesem in Kontakt kommt ist eine weitere Infektion vorprogrammiert. Sobald sich der Krankheitserreger im Bereich der Fußnägel festgesetzt hat, findet er dort beste Wachstumsbedingungen. Die Füße sind meistens den kompletten Tag in Strümpfen und Schuhen versteckt. Die wärmeren Temperaturen und die schweißige, feuchtere Umgebung lassen den Pilz schnell wachsen. Aus diesen Gründen ist es sehr wichtig, eine Ansteckung zu vermeiden, indem alle Spielerinnen in der Kabine Badeschlappen tragen.

An was erkennt man Nagelpilz?

Nagelpilz ist zu Beginn nicht schmerzhaft, jedoch nicht schön anzusehen. Wird die Behandlung unnötig verzögert ist es aber möglich, dass Schmerzen entstehen und der Nagel im schlimmsten Fall abfallen kann. Es ist sehr wichtig unmittelbar nach Feststellung der Erkrankung zu handeln.

Anfangs verfärbt sich der Nagel weißlich, in manchen Fällen auch bräunlich und er verliert seinen Glanz. Später verformt sich der Nagel und wird dicker. Letztlich bröckelt der Nagel und kann sich im Endstadium komplett abspalten. Dadurch kommt es häufig noch zu einer schmerzhaften Entzündung des Nagelbetts. Der typische Verlauf des Pilzes ist vom Nagelende hin zur Unterseite des Nagels und am Schluss zur Nagelwurzel. Die große Zehe ist am öftesten betroffen.

Weißer oberflächlicher Nagelpilz an mehreren Zehennägeln.

Wie schaut die ideale Behandlung von Nagelpilz aus?

Die Nagelpilzinfektion kann nicht von alleine heilen und muss immer behandelt werden. Wird zu lange gewartet, kann sich der Pilz auf weitere Nägel ausbreiten. Dadurch wird der Prozess der Heilung weiter verzögert. Eine Nagelmykose sollte immer medikamentös behandelt werden. Entweder wird sie äußerlich mit einem Lack therapiert oder mit Tabletten. Wenn bereits mehr als die Hälfte des Nagels betroffen ist oder mehr als zwei Nägel befallen sind, sollte man einen Arzt aufsuchen, der über das weitere Vorgehen entscheidet.

Ist dies noch nicht der Fall, können verschiedene freiverkäufliche Medikamente zur äußerlichen Anwendung verwendet werden. In der Apotheke gibt es sowohl wasserfeste als auch wasserlösliche, pilzabtötende Nagellacke oder Cremes (z.B. Cilopoli, Loceryl, Canesten Extra Nagelset). Das Entscheidende bei der Behandlung ist, dass sie kontinuierlich erfolgt. Der Erreger ist sehr hartnäckig und kann nur mit viel Geduld bekämpft werden.

Mehr Informationen zur Behandlung von Nagelpilz finden Sie hier

Wie schützt man sich vor Nagelpilz?

Mit diesen Tipps kann man sich vor einer Nagelpilzinfektion schützen:

  • Immer ein eigenes Nagelpflegeset verwenden, dieses nicht mit anderen Leuten teilen, das gleiche gilt für Handtücher
  • In gemeinschaftlich genutzten Räumen (z.B. Dusche, Umkleidekabine, Hotelzimmer etc.) immer Schlappen tragen
  • Wäsche bei mindestens 60°C Waschen, alternativ: Verwendung eines Hygienespülers bei niedrigeren Temperaturen
  • Regelmäßiges desinfizieren der Fußballschuhe
  • Mehrere verschiedene Paare Fußballschuhe, damit diese nach dem Tragen gewechselt werden und das zuletzt verwendete komplett trocknen kann

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