FFussball Ausgabe 05/20

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Artikelnummer: FF0520 Kategorie:

Beschreibung

Liebe Leserinnen und Leser,

eine denkwürdige Saison liegt hinter uns. Das Corona-Virus hat alle Bereiche unseres Lebens immens und nachhaltig beeinflusst. Auch der Fußball, Deutschlands beliebteste Sportart, wurde komplett auf dem falschen Fuß erwischt und musste sich dieser außergewöhnlichen Situation stellen. Viele Vereine mussten und müssen mit den Folgen der anhaltenden Pandemie Lösungen finden, damit der Fußball trotz der widrigen Umstände wieder rollen kann.

Wie der Fußball, vor allem der Frauenfußball, die einhergehenden Herausforderungen gemeistert und oftmals auch aus der Not eine Tugend gemacht hat, finde ich außergewöhnlich. Ich zolle allen, die Woche für Woche und Tag für Tag, meist ehrenamtlich den Frauenfußball unterstützen und prägen, meinen allerhöchsten Respekt.

Auf der anderen Seite macht es mich stolz, dass wir es als einziges europäisches Land geschafft haben, die Saison der 1. Frauen-Bundesliga zu Ende zu spielen. Das ist ein Zeichen für den mittlerweile erreichten Stellenwert, den der Frauenfußball einnimmt – auch wenn wir alle gemeinsam noch einige Schritte gehen müssen, um dort hinzukommen, wo wir hingehören.

Auch dass die Women’s Champions League im August in einer Turnierform ausgetragen wurde, und somit auch eine medienwirksame Bühne bekam, kann dem Frauenfußball nur gut tun und hilft hoffentlich, die Aufmerksamkeit und Präsenz weiter zu forcieren.

Schon jetzt freue ich mich auf die anstehende Bundesliga-Saison. Auch wenn die Spiele noch unter besonderen Bedingungen ausgetragen werden müssen, sehe ich diese Entwicklung als wichtigen Schritt in Richtung Normalität an. Einhergehend mit dem Start der Saison freue ich mich, dass sich nach und nach immer mehr Profivereine aus dem Männerbereich ihrer Bedeutung bewusst werden und in den Frauenfußball investieren. Als Individual-Trainerin bei RB Leipzig kann ich aus erster Hand bestätigen, dass der Frauen- und Mädchenbereich durch diese Professionalisierung weiter wachsen wird.

Trotzdem bin ich mir sicher, dass auch die sogenannten reinen Frauen-Vereine durch Leidenschaft und innovative Ideen, einen wichtigen Part einnehmen können. Eventuell müssen situativ auch neue Wege beschritten werden, wie beispielsweise Kooperationen. Aber auch in dieser Hinsicht sehe ich die Entwicklung eher als Chance für den Frauenfußball.

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne
viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe!

Ihre Anja Mittag

Zusätzliche Information

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