Foto: Pixsell via UEFA

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UEFA führt Frauenfußball-Mindeststandards ein

Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit hat die UEFA Mindeststandards für Frauen-Nationalmannschaften eingeführt.

Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit hat die UEFA Mindeststandards für Frauenfußball-Nationalmannschaften eingeführt.

„Das ist ein wichtiger Meilenstein, aber wir blicken bereits auf die nächsten Schritte voraus“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zur Einführung der Mindeststandards im Frauenfußball: „Während wir vorankommen, wird sich die UEFA weiterhin voll und ganz für die Unterstützung unserer Mitgliedsverbände und die Stärkung der Spielerinnen einsetzen.“

Die Mindeststandards umfassen unter anderem einen hauptamtlichen Cheftrainer mit Pro-Lizenz, ärztliche Betreuung, „hochwertige Unterkünfte“ und eine „Vereinbarung zwischen Spielerinnen und Verband über Vergütung, Eltern- und Schwangerschaftsregelungen sowie Antidiskriminierung“.

Dieses „Projekt ist wichtig und ein Ausgangspunkt, um die Messlatte für alle Frauen-Nationalmannschaften anzuheben“, sagte Frauen-Geschäftsführerin Nadine Kessler: „Die bestmöglichen Bedingungen auf und neben dem Spielfeld sind für die Spielerinnen unerlässlich, um Leistungen zu erbringen und im Gegenzug ihre Nationalmannschaften zum Erfolg zu führen.“

Mit Blick auf die Einhaltung der Mindeststandards wird der europäische Dachverband seine Mitglieder durch die Entwicklung von Konzepten, die ihren jeweiligen Herausforderungen entsprechen, unterstützen. Darüber hinaus ist das neue Rahmenwerk mit den Anreizzahlungen aus dem UEFA-HatTrick-Entwicklungsprogramm verknüpft, in dessen Rahmen insgesamt EUR 22 Mio. bis 2028 für die Verbände bereitstehen (EUR 100 000 jährlich pro Nationalverband).

Die nordirische Nationalspielerin Marissa Callaghan, eine von 35 konsultierten Spielführerinnen, zeigte sich sehr erfreut über das Ergebnis der Initiative: „Die Einführung von Mindeststandards wird den Spielerinnen in ganz Europa bedeutende Verbesserungen hinsichtlich aller Aspekte des Nationalmannschaftsfußballs bringen. Diese Diskussionsplattform für Spielerinnen und Coaches war eine positive und bereichernde Erfahrung. Ich freue mich auf die weitere enge Einbeziehung von Spielerinnen in dieser Entwicklung.“

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