Corona-Ticker zum Frauenfußball
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Frauen-Bundesliga

Corona-Ticker zum Frauenfußball

Die wichtigsten Informationen, Meldungen und Meinungen zur aktuellen Lage in der Frauen-Bundesliga.

08. April 2020

Nationaltorhüterin Almuth Schult findet klare Worte zum Thema Gehaltsverzicht: „Wir haben unsere Bereitschaft erklärt. Wir Frauen können nicht einfach sagen, jeder spendet mal 50.000 Euro. Das ist nicht drin“, sagte die Torhüterin im Eurosport-Podcast „Extra Time“.

06. April 2020

Die italienische Spielergewerkschaft AIC hat den nationalen Fußball erneut zur Unterstützung von Spielern aus unteren Ligen aufgefordert. Diesen werde aktuell durch die Coronakrise ihre Lebensgrundlage entzogen, sagte AIC-Präsident Damiano Tommasi bei Rainews24. „In der Serie C, Serie D und im Frauenfußball gibt es Spieler und Spielerinnen, die mit ihren niedrigen Gehältern ihre Familien ernähren. Wir versuchen, ihnen etwas Sicherheit zu geben. 70 Prozent der Spieler in der dritten Liga verdienen weniger als 50.000 Euro brutto im Jahr“, sagte Tommasi.

05. April 2020

In der Champions League der Frauen, die vor dem Viertelfinale unterbrochen wurde, sind noch fünf Spieltage offen: Jeweils die Hin- und Rückspiele im Viertel- und Halbfinale sowie das Endspiel. Mit dem VfL Wolfsburg und Bayern München sind noch zwei deutsche Teams im Wettbewerb. „Die Bemühungen, die Saison zu Ende zu spielen, sollten maximiert werden“, drängt die UEFA in einem Dokument, das den 55 Verbänden vorgestellt wurde. Darin schlägt sie eine enge Zusammenarbeit bei den Planungen mit den Männerwettbewerben vor. Das gelte sowohl für den Spielplan als auch für die rechtlichen Rahmenbedingungen bei Verträgen.

04. April 2020

Aufgrund der Coronakrise sind die beiden Länderspiele der DFB-Frauen in den USA abgesagt worden. Der ursprüngliche Plan hatte vorgesehen, dass die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg Anfang Juni zweimal gegen das Weltmeisterteam spielt.

Mehr als einem Drittel der 36 Profivereine aus der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga läuft aufgrund der wirtschaftlichen Schäden in der Coronakrise angeblich die Zeit davon. Nach einem Bericht des Fachmagazins „kicker“ droht 13 Klubs noch in dieser Saison die Insolvenz, wenn der Ball nicht bald wieder rollt.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat den vorzeitigen Saisonabbruch im belgischen Profifußball scharf kritisiert und mit einem Ausschluss aus den europäischen Klubwettbewerben gedroht. „Ich denke, das ist nicht der richtige Weg. Solidarität ist doch keine Einbahnstraße. Man kann nicht nach Hilfe fragen und dann einfach selbst entscheiden, wie es gerade passt“, sagte Ceferin in einem Interview im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF.

03. April 2020

DFB beschließt Aussetzung des Spielbetriebs im DFB-Pokal der Frauen bis 30. April. Ohne festgelegte Frist, sondern bis auf Weiteres ausgesetzt bleibt der Spielbetrieb in der 2. Frauen-Bundesliga sowie in den Bundesligen der Junioren und Juniorinnen.

Alexandra Popp, die 2015 im Tierpark Essehof eine Ausbildung zur Tierpflegerin abgeschlossen hatte, entschied sich spontan dazu, den Tierpark finanziell zu unterstützen. Im Zuge der Corona-Krise ist die Einrichtung, in der fast 500 Tiere leben, in große finanzielle Probleme geraten, so dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen werden mussten.

02. April 2020

Nach ersten Berichten soll die UEFA bereits über eine Verschiebung der Frauen-EM 2021 um ein Jahr entschieden haben. Doch die UEFA dementiert dies am Donnerstag auf Anfrage. Es sei diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen worden. Eine Verschiebung der beiden für 2021 angesetzten Turniere in den Sommer 2022 sei jedoch eine „wahrscheinliche Option“, hieß es.

Die Saison 2019/20 in der belgischen Super League ist wegen der Coronakrise für beendet erklärt worden. Der belgische Fußballverband hat entschieden, dass der Amateurfußball- und die Frauenfußballwettbewerbe vollständig eingestellt und nicht neu gestartet werden.

01. April 2020

Norwegens Fußballverband empfiehlt der UEFA, die EM nicht um ein Jahr auf 2022 zu verschieben. Der Verband hat einen Brief an UEFA-Präsident Aleksander Ceferin geschickt, in dem er die Verantwortlichen bittet, die Frauen-EM, trotz der Konkurrenz durch die Olympischen Spiele und anderer Großereignisse, im Sommer 2021 durchzuführen.

Zweitjob durch Kurzarbeit nötig: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise treffen auch die Fußballerinnen hart. Bundesligist SC Sand hat seine Spielerinnen in die Kurzarbeit geschickt. Einige der Sportlerinnen sollen nun bei der lokalen Ernte im Spargelstechen aushelfen.

31. März 2020

Auch in der Frauen-Bundesliga wird die Saison wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. April ausgesetzt. „Unser Ziel ist es, den Spielbetrieb der Frauen-Bundesliga bis zum 30. Juni durchzuführen und abzuschließen“, erklärte Heike Ullrich, die Direktorin Verbände, Vereine und Ligen im Deutschen Fußball-Bund (DFB).

30. März 2020

BV Cloppenburg-Trainerin Tanja Schulte beschreibt in der Nordwest Zeitung ein mögliches Abbruch-Szenario. Darin favorisiert sie Bremen und Meppen in die Frauen-Bundesliga aufsteigen zu lassen und sowohl in erster als auch in zweiter Liga auf Absteiger zu verzichten. In die zweite Liga würden die besten Regionalligisten aufsteigen, so dass die beiden obersten Ligen für eine Saison aufgestockt wären. Dies könne man in der folgenden Saison mit einer Erhöhung der Zahl der Absteiger bereinigen.

Turbine-Spielerin Gina Chmielinski spendet einen Teil ihres Gehalts ans DRK

Mehrere Fußballerinnen des Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam spenden einen Teil ihres Gehalts dem Deutschen Roten Kreuz zur Unterstützung im Kampf gegen das Coronavirus. Das teilten sie via Instagram mit. Die Initiatorinnen der Aktion sind Gina Chmielinski und Caroline Siems.

29. März 2020

Ein Gehaltsverzicht bei den Spielerinnen ist aktuell kein Thema. Diese verdienen – bestenfalls – vierstellig. „Die Spielerinnen sind die Hauptakteurinnen und brauchen jeden Euro für ihren Lebensunterhalt“, erklärte Siggi Dietrich, Vorsitzender des Liga-Ausschusses.

Ex-Nationalspielerin und Olympiasiegerin Lena Goeßling bekräftigt im Sport1-Doppelpass: „Die Frauen-Mannschaften haben nicht die finanziellen Mittel, um Wahnsinnssummen zu spenden“, so die Ex-Nationalspielerin und Olympiasiegerin.

26. März 2020

DFB-Kapitänin Popp meint im Interview mit dem Kicker: EM-Verschiebung könne ein Vorteil sein. „Dann hätten wir noch mehr Zeit, um unsere junge Mannschaft zu entwickeln“, so die Stürmerin.

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