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Frauenfußball-WM

Spaniens Weltmeisterinnen streiken

Die spanische Frauenfußballmannschaft hat verkündet, dass sie erst wieder spielen wird, wenn Rubiales zurückgetreten ist.

Die spanische Frauenfußballmannschaft hat verkündet, dass sie erst wieder spielen wird, wenn Rubiales zurückgetreten ist.

Die spanische Frauenmannschaft ließ mitteilen, dass sie keine Spiele bestreiten werde, bis die Führung des Verbandes gewechselt habe, hieß es laut dem „Guardian“ in einer gemeinsamen Erklärung am Freitag, Stunden nachdem sich Luis Rubiales geweigert hatte, von seinem Amt zurückzutreten.

In der gemeinsamen Erklärung steht weiter, dass der Weltmeister nicht wieder für die Nationalmannschaft spielen werde, solange die Führung im Amt bleibe. Neben den 23 Spielern des WM-Kaders war die Erklärung von Dutzenden weiterer Fußballspielerinnen unterzeichnet worden.

Spaniens Fußballpräsident Luis Rubiales weigerte sich gegen den Rücktritt.

Die spanische Fußball-Weltmeisterin Jennifer Hermoso hat die Darstellung von Verbandschef Luis Rubiales zurückgewiesen, sie habe seinem Kuss auf den Mund zugestimmt. „Ich möchte klarstellen, dass ich in keinem Augenblick meine Zustimmung zu dem Kuss gegeben habe, den er mir gab, und ich mich ihm auch nicht angenähert habe“, stellte sie in der von allen Mitgliedern des Weltmeisterteams unterschriebenen Erklärung der Spielerinnen-Gewerkschaft FutPro vom Freitagabend klar. Rubiales hatte hingegen bei seiner trotzigen Verteidigungsrede einige Stunden zuvor gesagt, Hermoso habe ihn an ihren Körper gezogen und dem Kuss ausdrücklich zugestimmt.

Die oberste spanische Sportbehörde CSD hatte nach dem verweigerten Rücktritt von Luis Rubiales erklärt, dass sie umgehend beim Sportgerichtshof Tad die Suspendierung des Fußball-Verbandschefs beantragen würden. Dies werde die Behörde noch am Freitag in die Wege leiten, sagte CSD-Chef Víctor Francos bei einer Pressekonferenz in Tarragona im Nordosten Spaniens. „Heute werden wir eine Beschwerde beim Tad einreichen, damit dieser beurteilen kann, ob ein schwerwiegendes Fehlverhalten vorliegt“, sagte Francos. Er bat den Sportgerichtshof, bereits am Montag zusammenzukommen.

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