Frauen-Bundesliga

Turid Knaak: Von Madrid nach Wolfsburg

Foto: Imago

Turid Knaak: Von Madrid nach Wolfsburg

Die deutsche Nationalspielerin Turid Knaak wechselt ablösefrei zu den VfL-Frauen.

Wenn der neue Cheftrainer Tommy Stroot die Frauen des VfL Wolfsburg am 18. Juli zum Trainingsauftakt bittet, wird eine weitere deutsche Nationalspielerin zum Kader der Grün-Weißen gehören: Turid Knaak hat einen bis zum 30. Juni 2023 datierten Vertrag bei den Wölfinnen unterschrieben. Die 30-Jährige kommt ablösefrei vom spanischen Klub Atlético Madrid, der bis zum vergangenen Wochenende noch in der spanischen Liga gefordert war. Seit ihrem Wechsel zum Hauptstadt-Klub im Sommer 2020 kam die Offensiv-Spielerin in 26 Punktspielen, drei Pokalspielen sowie fünf Mal in der UEFA Women’s Champions League zum Einsatz. Im Januar gewann sie mit Atlético die „Supercopa“, einen Pokal-Wettbewerb der vier besten Klubs der Vorsaison. Knaak ist nach Joelle Smits, Lena Lattwein, Tabea Waßmuth, Sandra Starke, Lynn Wilms und Jill Roord der siebte Neuzugang der VfL-Frauen.

Turid Knaak von Atletico Madrid und Leila Ouahabi von FC Barcelona.

Ihr Debüt in der Frauen-Bundesliga realisierte Knaak 2007 im Trikot des FCR 2001 Duisburg, mit dem sie 2009 den UEFA Women’s Cup gewann. Insgesamt kann die gebürtige Essenerin auf 225 Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse zurückblicken, dabei trug sie auch das Trikot von Bayer 04 Leverkusen und der SGS Essen. 26 Mal kam sie im DFB-Pokal zum Einsatz. Auch diesen Titel gewann sie mit den Duisburgerinnen (2009, 2010). Internationale Erfahrungen sammelte Knaak bereits 2014, als sie auf Leihbasis vier Partien für Arsenal FC Women in der englischen Liga absolvierte. Im April 2018 feierte sie ihre Premiere in der deutschen Nationalmannschaft, insgesamt stehen 16 Einsätze für die DFB-Auswahl zu Buche. 2008 wurde sie U17-Europameisterin, 2010 gewann sie mit der deutschen U20 den WM-Titel im eigenen Land. Erst vor wenigen Wochen feierte Knaak zudem neben dem Platz einen Erfolg, als sie an der Universität Köln promovierte.

Quelle: VfL Wolfsburg

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