Foto: Football Australia

Frauenfußball-WM

Overrated? 5 WM-Stars in der Krise

Von diesen fünf Spielerinnen hatten wir uns bei der WM eigentlich mehr erwartet. Doch sie konnten sich bislang noch nicht zeigen.

Von diesen fünf Spielerinnen hatten wir uns bei der WM eigentlich mehr erwartet. Doch sie konnten sich bislang noch nicht zeigen.

Noch waren so viele hochklassige Stürmerinnen bei einer Fußball-WM der Frauen am Start. Während in der Vergangenheit die Spielerinnen der Top-Nationen im Mittelpunkt standen, stehen in diesem Jahr mit Linda Caicedo (Kolumbien), Cristiana Girelli (Italien), Asisat Oshoala (Nigeria) oder Khadija Shaw (Jamaika) auch Spielerinnen von vermeintlichen Underdogs hoch im Kurs.

Während wir uns auf reichlich hochklassige Tore von den Top-Stürmerinnen gefreut hatten, blieben viele hoch dekorierte Offensivreihen bislang hinter den Erwartungen. Hier sind sechs Spielerinnen, von denen wir uns eigentlich mehr erwartet hatten.

1. Caroline Graham Hansen

Die Norwegerin fuhr als eine der absoluten Top-Stürmerinnen zur WM. In 11 Spielen für den FC Barcelona erzielte die 28-Jährige 13 Liga-Tore und steuerte zudem 6 Torvorlagen bei. Auch in der Champions League war sie in 6 Spielen an 5 Treffern direkt beteiligt. Doch bei der WM blieb die Norwegerin bislang blass. In ihren bisherigen 123 WM-Minuten kommt sie zwar auf eine ordentliche Passquote von 82,4 Prozent, doch es steht gerade mal ein Torschuss in zwei Spielen zu Buche. Das ist bislang viel zu wenig. So droht den Norwegerinnen das Aus.

Caroline Graham Hansen im Gruppenspiel gegen die Schweiz, das mit einem ernüchternden 0:0 endete.

2. Sam Kerr

Sam Kerr, oder: Wie eine Wade die Nation beschäftigt. Trotz Verletzung steht Australiens Star-Spielerin im Kader der Gastgeberinnen. Die 29 Jahre alte Kerr war kurzfristig mit einer Wadenverletzung ausgefallen. Das sei „verheerend“ gewesen, sagte Trainer Gustavsson. „Sie bedeutet für uns emotional und spirituell sehr viel.“ Nach der überraschenden 2:3-Niederlage gegen Nigeria soll Kerr wohl im letzten Gruppenspiel gegen Olympiasieger Kanada zum Einsatz kommen – wohl auch, wenn sie nicht fit sein sollte.

3. Christine Sinclair

Die „Grande Dame“ des kanadischen Fußballs wollte es bei ihrer letzten WM nochmal krachen lassen. Mit ihren 40 Jahren gehört die Stürmerinnenlegende zu den ältesten Spielerinnen dieser Weltmeisterschaft – und das merkt man ihr auch an. Sinclair kommt in 2 Spielen und 116 gespielten Minuten auf magere 2 Schüsse und eine Passquote von 71,7 Prozent. Und dabei steht das schwerste Gruppenspiel gegen den Gastgeber erst noch an.

4. Trinity Rodman

Viele sahen in der 21-jährigen US-Amerikanerin den kommenden Superstar, der bei dieser WM alle verzücken wird. Doch die Tochter von Basketball-Legende Dennis Rodman blieb bislang weit hinter den Erwartungen. Obwohl von US-Trainer Vlatko Andonovski im Sturm gesetzt, kommt Rodman auf nur zwei Torschüsse und keine Torbeteiligung. Auch ihre schlechte Passquote von 52,6 erfolgreichen Pässen ist mehr als ausbaufähig.

5. Khadija Shaw

Okay, die Top-Stürmerin war mit Jamaika im Spiel gegen Frankreich klarer Außenseiter. Dennoch war ihr WM-Auftakt eher eine Katastrophe. Shaw konnte zwar immerhin 3 Torschüsse abgeben, doch ihre Passquote war mit 40 Prozent miserabel. Weil die ManCity-Angreiferin zudem nach ihrem groben Foulspiel gegen Wendy Renard die gelb-rote Karte bekam, fällt sie morgen im zweiten Spiel gegen Panama aus.

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