Weltweit

Sundhage: „Sie wollen, dass ich für immer hier bleibe“

Seit Pia Sundhage Trainerin der brasilianischen Frauen-Nationalmannschaft ist, hat das Team über 90 Minuten nicht verloren. Nun soll Sundhage das Image des brasilianischen Frauenfußballs verändern.

Pia Sundhage ist seit Juli letzten Jahres Trainerin der brasilianischen Frauen-Nationalmannschaft – und hat in dieser Zeit schon viel bewirkt. Derzeit nutzt die Schwedin jede Gelegenheit zum Lernen. Auf dem Weg mit dem Mannschaftsbus in die Milionenstadt Rio Grande do Sul bestand eine Aufgabe der Schweden darin, Sätze auf Portugiesisch aufzuschreiben – eine Sprache, die sie zu lernen versprach, um die Kommunikation auf und neben dem Feld zu erleichtern.

Die zweite Aufgabe vor der Ankunft ist Teil von Sundhages alter Gewohnheit: über ihren Tag zu schreiben. Seit Jahren pflegt der Trainer die Gewohnheit, eine Art Tagebuch zu füllen. Angefragt auf den Zweck dieser Aufzeichnungen, lächelt sie und gibt eine Antwort, die viel über die Trainerlegende aussagt.

„Sich an alltägliche Dinge zu erinnern, die der Geist nicht behalten kann, aber sich auch an Situationen aus der Vergangenheit zu erinnern und dankbar zu sein, das zu leben, was ich heute lebe“, so Sundhage.

Die Einfachheit der Worte spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie die Schwedin das Leben führt und mit Menschen um sie herum umgeht. In Brasilien gibt es niemanden, der von der Trainerin nicht verzaubert wird. In Rio Grande do Sul, wo ihr Team die letzten Trainingseinheiten vor dem Tournoi de France absolvierte, sorgte sie im Estádio do Vale in Novo Hamburgo für Aufsehen. Zahlreiche Fans und junge Fußballerinnen empfingen ihr Idol.

„Ich sehe viel Einfachheit und Demut. Sie ist ein sehr intelligenter Mensch, der viele Dinge im Fußball erlebt hat. Das brasilianische Team hat eine großartige Trainerin“, sagt etwa Patrícia Gusmão, Trainerin von Grêmio Porto Alegre.

„Das Land hat riesiges Potential und es macht Spaß mit dem Team zu arbeiten. Es freut mich, dass die Menschen meine Arbeit hier anerkennen. Sie wollen, dass ich für immer hier bleibe“, so Sundhage.

Aktuelle Ausgabe

Neueste Beiträge

Mehr zum Thema Weltweit