Foto: UEFA vie getty images

Frauenfußball-EM

Schiedsrichterinnen-Team bereit für die Women’s EURO 2022

Taktische Entwicklungen, ein schnelleres Spiel und erstmaliger Einsatz des Video-Assistenten: Auch für die Schiedsrichterinnen wird die EM ein neuer Meilenstein.

Taktische Entwicklungen, ein schnelleres Spiel und erstmaliger Einsatz des Video-Assistenten: Auch für die Schiedsrichterinnen wird die EM ein neuer Meilenstein.

Die 13 Schiedsrichterinnen, 25 Schiedsrichter-Assistentinnen und 16 Video-Referees, die das 17. Team bei der Frauenfußball-EM bilden, kamen bei einem viertägigen Workshop zusammen, um als „Familie“ zusammenzuwachsen, wichtige technische Anweisungen zu erhalten, ihre Fitness zu testen und wichtige Ratschläge für ihre Rolle als Hauptakteure bei der mit Spannung erwarteten Endrunde zu erhalten.

Das gesamte Team wurde aufgefordert, seinen besonderen Beitrag zum Erfolg der EURO zu leisten, was der Vorsitzende der UEFA-Schiedsrichterkommission, Roberto Rosetti, als „einen langen Weg der Vorbereitung“ bezeichnete.

Die Schiedsrichterinnen bereiten sich mit dem Physioteam in Istanbul auf die Women’s EURO vor. Foto: UEFA via Getty Images

„Ich glaube, dass diese Gruppe die beste ist, die die UEFA je für eine Frauen-EM hatte“, betonte Rosetti. „Sie sind professionell und haben eine tolle Einstellung. Diese EURO wird ein fantastisches Ereignis werden – und wir sind zu 100 Prozent bereit dafür.“

„Wir haben diesen Workshop zur Teambildung genutzt“, ergänzte die UEFA-Schiedsrichterinnenbeauftragte Dagmar Damková. „Und man konnte die Vorfreude spüren. Auch bei den Offiziellen war eine gewisse Erleichterung zu spüren. Jeglicher Druck, den sie vor der Bekanntgabe der Auswahl verspürt hatten, war verschwunden.“

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Damková räumte ein, dass das Auswahlverfahren für die EURO-Schiedsrichter eine anspruchsvolle Aufgabe gewesen sei, da es immer mehr hochqualifizierte Schiedsrichterinnen gebe, die Spiele in ganz Europa leiteten. „Der Prozess dauerte drei Jahre“, sagte sie. „Wir haben die Schiedsrichterinnen ständig beobachtet – wie sie ihre Spiele leiten, wie sie in den Kursen arbeiten. Die Leistung war natürlich der wichtigste Faktor, aber dieses Mal spielten mehr Dinge eine Rolle.

Das Ergebnis ist eine EURO-Mannschaft, die sehr erfahrene Schiedsrichterinnen mit jüngeren Funktionären vereint, die einen großen Schritt auf ihrem Karriereweg wagen. „Wir bereiten uns nicht nur auf die Gegenwart, sondern auch auf die Zukunft vor“, erklärte Rosetti. „Das war ein wichtiges Ziel bei der Auswahl des Teams“, fügte Damková hinzu. „Wir haben Schiedsrichterinnen, die vor kurzem noch bei Jugendturnieren dabei waren und jetzt diesen großen Sprung nach vorn gemacht haben. Das beweist, dass die Schiedsrichterinnenentwicklung auf dem richtigen Weg ist.“

Dabei muss sich das Schiedsrichterinnenteam auf neue Herausforderungen einstellen, da sich der Frauenfußball in Bezug auf technische Fähigkeiten, taktisches Wissen, Fitness und Vorbereitung enorm weiterentwickelt hat. „Wir sind in eine neue Ära eingetreten“, sagt Rosetti. „Die Frauen-Champions-League hat sich erheblich auf die Spielintensität ausgewirkt – die verbesserte körperliche Vorbereitung der Spielerinnen bedeutet zum Beispiel, dass das Spiel schneller wird, und alle unsere Schiedsrichterinnen müssen sich diesem Trend anpassen.

Nach seinem Einsatz in der Endphase der Champions League der Frauen in der vergangenen Saison wird zudem das System der Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) zum ersten Mal bei einer Frauen-EM eingesetzt.

Das sind die Schiedsrichterinnen bei der Frauen-EM:

Jana Adámková (Tschechien)
Iuliana Demetrescu (Rumänien)
Cheryl Foster (Wales)
Stéphanie Frappart (Frankreich)
Marta Huerta de Aza (Spanien)
Riem Hussein (Deutschland)
Lina Lehtovaara (Finnland)
Ivana Martinčić (Kroatien)
Kateryna Monsul (Ukraine)
Tess Olofsson (Schweden)
Esther Staubli (Schweiz)
Rebecca Welch (England)

Quelle: UEFA

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